Wenn es um den Kauf eines Eigenheims geht, kommt in der Regel eine Form von Darlehen zum Einsatz: die Baufinanzierung.
Die Baufinanzierung kombiniert in der Regel einen Grundstückskredit und einen Baukredit zu einem Gesamtpaket.
Ein Grundstückskredit wird verwendet, um das benötigte Kapital für den Erwerb des Grundstücks bereitzustellen. Dieser Kredit wird üblicherweise als Annuitätendarlehen oder Tilgungsdarlehen angeboten. Dabei zahlst du in regelmäßigen Raten (z. B. monatlich) sowohl Zinsen als auch Tilgung zurück, bis der Kredit vollständig abbezahlt ist.
Für den Bau des Hauses selbst bietet die Bank einen Baukredit an, der auch als Baufinanzierungsdarlehen bezeichnet wird. Nach Fertigstellung des Baus wird der Baukredit in der Regel in ein langfristiges Annuitätendarlehen umgewandelt, bei dem du sowohl Zinsen als auch Tilgung zahlst.
Zu den gängigen Darlehensarten gehören das Amortisationsdarlehen, das Annuitätendarlehen und das Tilgungsdarlehen.
Bei diesen drei Darlehensarten handelt es sich um Produkte, bei denen man monatlich einen festgelegten Betrag zurückzahlt, der aus der Tilgung des Kredits und den Zinsen besteht. Die Tilgung dient dazu, die Kreditsumme zu senken und somit den geliehenen Betrag zurückzuzahlen.
Die Finanzierung eines Eigenheims erstreckt sich meist über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren. Dabei hängt die Dauer davon ab, wie hoch der monatliche Tilgungssatz ist.
Eine Besonderheit des Baukredits ist, dass der Gesamtbetrag in Schritten ausgezahlt wird.
Stellt euch vor, ihr hättet plötzlich 500.000 Euro auf dem Bankkonto. Würdet ihr in den Urlaub fahren, auswandern oder euren Lebensabend auf den Malediven verbringen und Cocktails schlürfen?
Genau aus diesem Grund wird das Darlehen schrittweise ausgezahlt. Die Teilsummen dienen der Bank als Sicherheit, dass das Geld tatsächlich für den Hausbau verwendet wird. Die Teilbeträge werden anhand des Baufortschritts festgelegt und ausgezahlt.
Nehmen wir als Beispiel, dass ihr zu Beginn des Hausbaus 20 % des Kreditbetrags erhalten habt. Da ihr den Rohbau als weiteren Meilenstein für die zweite Auszahlung festgelegt habt und dieser nun fertiggestellt ist, beantragt ihr bei der Bank eine weitere Auszahlung mit dem sogenannten „Teilauszahlungsantrag“ oder „Zwischenfinanzierungsantrag“. Um den zweiten Teilbetrag zu erhalten, müsst ihr der Bank jedoch Nachweise wie Rechnungen und Fotos vom Rohbau vorlegen (abhängig von den Vereinbarungen mit der Bank).
Erst nachdem die Bank diese Nachweise geprüft hat, wird der zweite Teilbetrag an euch ausgezahlt.
Während des Zeitraums, bis das Kapital vollständig ausgezahlt ist, verlangen die Banken für den noch nicht abgerufenen Betrag üblicherweise zusätzliche Zinsen.
Diese werden als Bereitstellungszinsen bezeichnet.
Wir fassen zusammen:
- Gut vorbereitete Unterlagen sind notwendig, um eine Verhandlungsbasis zu schaffen und dadurch Geld zu sparen.
- Der Baukredit wird schrittweise ausgezahlt, und für die Auszahlung verlangen die Banken Nachweise.
- Das erste Sparpotenzial liegt in der Vermeidung von Bereitstellungszinsen.