Viele Bauherren starten mit einer klaren Vorstellung: Ein schönes Eigenheim, gut geplant, finanziell machbar – und natürlich im gesetzten Budgetrahmen. Doch die Realität sieht oft anders aus.
Laut einer bundesweiten Umfrage wird fast jedes vierte Haus deutlich teurer als ursprünglich gedacht. Und das liegt selten daran, dass Bauherren plötzlich den goldenen Wasserhahn wollen – sondern daran, dass viele die Finanzierung zu optimistisch kalkulieren.
Doch was heißt „zu optimistisch“ überhaupt?
Viele gehen bei ihrer Finanzierung davon aus, dass alles glattläuft: keine unvorhergesehenen Kosten, keine Preissteigerungen, keine Bauverzögerungen. Es wird nur das Nötigste eingeplant – und das auch nur auf Basis von Durchschnittswerten oder Internetrecherche. In der Praxis entstehen dann aber unerwartete Mehrkosten.
Ein Drittel aller Bauprojekte liegt am Ende rund 10 % über dem geplanten Budget. Bei jedem fünften sind es bis zu 20 % mehr, und bei jedem zehnten sogar 30 %.Bei einem geplanten Hausbau von z. B. 400.000 € entspricht das schnell 40.000 €, 80.000 € oder sogar 120.000 €, die irgendwie zusätzlich finanziert werden müssen.
Erschreckend, nicht wahr?
Und genau hier kommt das nächste Problem: Für diese zusätzlichen Kosten, muss oft ein zusätzlicher Kredit aufgenommen werden – eine sogenannte Nachfinanzierung. Diese Nachfinanzierungen sind nicht nur schwer zu bekommen, sondern auch deutlich teurer, weil Banken hierfür in der Regel Zinsaufschläge verlangen.
Schlimmer noch: In manchen Fällen lehnt die Bank die Nachfinanzierung ab – dann steht das gesamte Bauprojekt auf der Kippe. Was macht ihr dann?
Rückblickend sagen viele: „Hätten wir das mal besser gewusst …“
In Befragungen sagen zwei von drei Bauherren, dass sie beim nächsten Mal vieles anders machen würden. Das klingt zunächst paradox, wenn man weiß, dass es bei vielen ja gerade nicht gereicht hat. Doch diese Aussagen zeigen, wo der Denkfehler lag:
Die meisten haben in der ersten Planung nur das Allernötigste berücksichtigt – und dadurch zu knapp kalkuliert. Im Laufe des Baus haben sie gemerkt, dass es sich lohnt, an bestimmten Stellen doch in bessere Qualität zu investieren – etwa bei der Gestaltung des Hauses, der Ausstattung, oder der Raumaufteilung. Manche hätten im Nachhinein sogar lieber ein etwas größeres Haus gebaut, weil sie gemerkt haben, dass sie sich durch die zu enge Planung selbst eingeschränkt haben – und dann doch teuer nachbessern mussten.
Die Lehre daraus ist nicht, einfach mehr Geld auszugeben – sondern wirklich herauszufinden, was man tatsächlich benötigt, und auf dieser Basis realistischer zu planen.
Und alles beginnt mit der Baufinanzierung.
Genau das möchten wir tun – euch darauf vorzubereiten und von Anfang an richtig zu planen.
Ihr lernt:
- Wie ihr die optimale Darlehenssumme herausfindet,
- Wie ihr euch vor einer teuren Nachfinanzierung schützen könnt,
- Und wie ihr kluge Entscheidungen trifft, statt später teure Kompromisse einzugehen.
Denn eine realistische Finanzplanung schafft Klarheit – und gibt euch die Möglichkeit, euer Projekt sicherer und durchdachter anzugehen und auf Veränderungen reagieren zu können.